Wohnjournal_2016 - page 5

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60 Jahre Wohnungsgenossenschaft
Lengefeld
-
Pockau eG
Der Bau der genossenschaftlichen Wohngebäude!
In der Bevölkerung wurde anfangs dieses Ver-
sprechen skeptisch gesehen. Eine Wohnung mit
einem eigenen Bad zu beziehen war ein großer
Traum.
Heute kann man sich nur schwer vorstellen, dass
es in jenen Jahren auch für viele unserer Mitglie-
der vor dem Bezug einer Wohnung in der Ge-
nossenschaft zur Normalität gehörte, dass am
Freitag die Zinkbadewanne aus dem Keller in die
Wohnung geholt wurde. Mancherorts wurde die
große Zinkwanne gleich im Waschhaus aufge-
stellt und zur Warmwasserbereitung der Wasch-
kessel angeheizt. Damals war es eine Selbstver-
ständlichkeit, dass nach den Kindern die Mutter
und dann der Vater badeten. Das Badewasser
konnte selbstverständlich nicht für jedes Bad er-
neuert werden.
Im Herbst des Jahres 1956 erfolgte der Baube-
ginn für das erste Wohnhaus der erst kurz vorher
neu gegründeten Wohnungsbaugenossenschaft
„Freundschaft“ unter schwierigen Bedingungen.
Die ersten 8 Mitglieder hofften auf den baldigen
Bezug ihrer neuen Genossenschaftswohnung im
Wohnhaus Schulstraße (damalige Straße der
Thälmann
-
Pioniere) 4 und 6 in Lengefeld. Als mit
dem Bau begonnen wurde, lag die Baugenehmi-
gung noch nicht vor.
Am 1. April 1959 zogen die ersten 8 Mitglieder in
ihre Wohnungen ein. Es folgte eine Eintrittswelle
in die Genossenschaft, denn die Wohnungen
waren sehr begehrt. Auch in Pockau traten die
ersten Mitglieder in die AWG ein und der erste
Spatenstich erfolgte mit dem Wohnhaus Straße
der deutschen Einheit (
3 Fotos rechts
, ehemals
Max Roscher Straße) 9 und 11 am 7.12.1957.
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