Mitgliederjournal_2017_01 - page 6

Immaterielles Kulturerbe durch die
UNESCO verliehen
Wir sind Weltkulturerbe!
Liebe Mitglieder,
das Internationale Komitee für die Erhaltung des
Immateriellen Kulturerbes der UNESCO tagte
am 30. November 2016. Dort wurde nach einer
zähen Abstimmung bekanntgegeben, dass die
„Genossenschaftsidee“ zum Immateriellen Kul-
turerbe der Menschheit gehört. „Voller Freude
erhielten wir die Information der Entscheidung
aus Addis Abeba und sehen die Anerkennung
als Bestätigung für das, was wir schon immer
gewusst haben
die Genossenschaftsidee ist
weltweit bewährt und beweist eine ungebroche-
ne Kraft. Ein sichtbarer Beweis sind die über
900.000 Genossenschaften in mehr als 100 Län-
dern mit über 800 Millionen Mitgliedern. Das sind
mehr Mitglieder als beim Weltfußballverband
FIFA, der mit 207 Mitgliedsverbänden ‚nur‘ 265
Millionen Mitglieder hat“, so Dr. Axel Viehweger.
Die „Deutsche Hermann
-
Schulze
-
Delitzsch
-
Gesellschaft e.V.“ und die „Deutsche Friedrich
-
Wilhelm
-
Raiffeisen
-
Gesellschaft e.V.“ stellten mit
aktiver Mitwirkung des Verbandes Sächsischer
Wohnungsgenossenschaften e.V. (VSWG) einen
länderübergreifenden Antrag auf Anerkennung
der „Genossenschaftsidee“ als Immaterielles
Kulturerbe der UNESCO.
In einem Marathon, der sich über mehrere Jahre
hinzog, gehört vor allem dem Direktor des
VSWG, Herrn Dr. Axel Viehweger und unseren
Delitzscher Freunden und Kollegen von der Her-
mann
-
Schulze
-
Delitzsch
-
Gesellschaft Dank und
Anerkennung für die geleistete Arbeit.
Für die Genossenschaften in aller Welt ist diese
Verleihung eine große Anerkennung und eine
riesige Motivation für die Arbeit.
Hier ein paar Eckzahlen bis zur Verleihung:
2012: Internationales Jahr der Genossenschaf-
ten.
Frühjahr 2013: Ratifikation des Abkommens zum
Weltkulturerbe durch Deutschland. Erste Bewer-
bungsrunde Mai bis November 2013
Gründung einer länderübergreifenden Arbeits-
gruppe Sachsen (mit Hermann
-
Schulze
-
Delitzsch
-
Gesellschaft) und Rheinland
-
Pfalz (mit
Friedrich
-
Wilhelm
-
Raiffeisen
-
Gesellschaft) unter
Mitwirkung des VSWG.
Koordinierung und Erarbeitung des Antrages
(Unterstützerunterschriften,
Schirmherrschaft,
Gutachten) sowie begleitende PR
und Lobbyar-
beit. Es erfolgte im November 2013 die Einrei-
chung in den Staatskanzleien in Dresden und
Mainz als länderübergreifender Antrag.
Auswahlverfahren: Vorauswahl bis April 2014
und Nominierung im Dezember 2014 durch
Deutsche UNESCO
-
Kommission, Kultusminister-
konferenz und Bundesministerium für Kultur und
Medien.
Aus etwa 180 Bewerbungen wurden 83 Dossiers
vorausgewählt und 27 Vorschläge wurden in das
bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kul-
turerbes aufgenommen.
Darunter war die Genossenschaftsidee, die im
März 2015 als erste und bis dahin einzige Nomi-
nierung Deutschlands bei der UNESCO einge-
reicht wurde.
30. November 2016: Die Genossenschaftsidee
wurde zum Immateriellen Kulturerbe.
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